Pressezitate zur Mozartwoche 2012 (27.-05.2.2012)
"Für Spannung sorgte […] vor allem die Programmgestaltung, die Mozart konsequent mit der Gegenwart in Bezug bringt und seine Musik mit dem Schaffen des 20. und 21. Jahrhunderts verbindet: ein fruchtbarer Ansatz, der zu manch bemerkenswertem Hörerlebnis geführt hat. […] Die grossen Namen spielen ihre Rolle bei der Salzburger Mozartwoche, ebenso viel Gewicht hat Stephan Pauly in seinen Programmen jedoch auf jüngere Kräfte gelegt. […] Keine Frage, dass derartige Ansätze für die Interpretation der Werke Mozarts von hoher Bedeutung sind."
Neue Zürcher Zeitung, 2. Februar 2012
"Die Mozartwoche, heuer letztmalig unter der Leitung von Stephan Pauly, zählt zweifellos zu den sympathischsten Festivals. Da steht die Musik im Zentrum, was gerade in Salzburg nicht immer der Fall ist. Da spielen prachtvolle Roben keine Rolle – es geht nicht ums Gesehenwerden. Und zu hören sind großteils erstklassige Sänger und Ensembles."
Kurier, 1. Februar 2012
"So ändern sich die Zeiten: Noch vor einigen Jahren hätte ein eher traditionsorientiertes Publikum wie jenes der Mozartwoche vor Neuer Musik (man schreibt das Adjektiv gern groß, wie zur Abschreckung) die Flucht ergriffen. Jetzt ist es in erstaunlich großer Zahl bereit, sogar noch nach einem zweistündigen Symphoniekonzert zu einem „nach(t)stück zu bleiben."
SN, 1. Februar 2012
"Marc Andre, geboren 1964 in Paris, ist der Composer in Residence der Mozartwoche 2012. Er steuerte Musik zu der erfolgreichen Tanztheaterproduktion „gefaltet“ bei, mit der die Mozartwoche begonnen hat. Die „Nach(t)stücke“ jeweils nach den Hauptabendkonzerten bieten spannenden Einblick in das Schaffen des Komponisten. […] Der Übergang vom Geräusch zum Ton interessiert den Komponisten. Und es gelingt ihm, seine Zuhörer ebenfalls dafür zu interessieren – bis kurz vor dem endgültigen Verschwinden des Klanges sich reine Quinten und Obertonwirkungen zu schillernden Klangspektren auffächern. Dazwischen: Räume der Stille. Spannend."
DPK, 2. Februar 2012
"Die Ästhetik des Widerstands. Sasha Waltz’ Uraufführung „Gefaltet im Salzburger Landestheater versammelt genial Etüden zu Mozarts musikalischer Macht und Schwerelosigkeit. […] „Gefaltet“ erhebt sich schnell wieder zu voller Größe, Schönheit und einem abschließenden, fast demutsvollen Moment. Das ist, als alle äußere Bewegung zur Ruhe kommt, allein der innere Antrieb zählt. Gehört wird der erste Satz aus Mozarts Quartett g-Moll für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, KV 478. Treffpunkt ist rund um den Flügel. Alle sind da. Man sitzt und steht und schweigt – und ist doch bewegt. Und als das Stück aus ist, ist der Jubel groß."
Stuttgarter Zeitung, 31. Januar 2012
"Die Mozartwoche begann brillant an der Schnittstelle von Tanz und Konzert […] Sasha Waltz’ choreographische Arbeit „gefaltet“ wurde zum Beginn der Mozartwoche im Salzburger Landestheater aus der Taufe gehoben. Sie trägt dezidiert den Untertitel „Ein choreographisches Konzert“. Die Musik soll demnach Hauptsache sein und bleiben, und tatsächlich wird der Abend von den Kompositionen von Mozarts und Mark Andre her „aufgefaltet“. […] Eine Geste, eine Schrittfolge wird von den Partnern imitiert, ganz leicht variiert, Motive werden in der Gruppe im Wortsinn „durchgeführt“, ineinander, zueinander. Das wirkt, als ob auch der Tanz einer exakt komponierten (und mit Mozart weitgehend deckungsgleichen) Partitur folgte. Unglaublich erfindungsreich und dabei unprätentiös wirkt das, präzis der Musik abgelauscht und genau umgesetzt."
Wiener Zeitung, 31. Januar 2012
"Gemeinsam mit acht Mitgliedern ihrer Kompanie „Sasha Waltz & Guests“ sowie Carolin Widmann, Guy Ben-Ziony, Nicolas Altstaedt und Alexander Lonquich verbanden die Choreografin und der französische Komponist Mark Andre Mozarts Klangwelten mit Neuer Musik auf akustischer und auf körperlicher Ebene. […] Waltz tritt meisterlich in Resonanz zur Musik. Sie und ihr exzellentes Ensemble verstehen es, Mozarts Heiterkeit ohne Trivialität in Hüpfen oder Springen zu übersetzen als auch auf Mark Andres Klangstrukturen fantasievoll zu antworten."
Kleine Zeitung, 31. Januar 2012
"#1 Die Begeisterung der Mozartwoche 2012 mit einer Uraufführung der Choreographin Sasha Waltz und des Komponisten Mark Andre ließ das Landestheater vor Spannung vibrieren. Nach zwei Stunden höchster Konzentration entlud sie sich unisono in einem Begeisterungssturm des Publikums."
SZ, 30. Januar 2012
"András Schiff brachte das früher „Jeunehomme“ genannte Konzert KV 271 mit [..] viel Subjektivität zum Klingen […] Vielleicht die „schönste“ Möglichkeit der Annäherung an Mozart, wenn man sich diese altmodische Kategorisierung heutzutage noch erlauben darf. […] Das am Ende des Konzerts […] die Begeisterung des Publikums eine besondere solistische Zugabe mit Orchesterbegleitung verlangte, sagt doch einiges über die Qualität des Gebotenen aus."
klassikinfo.de, 28. Januar 2012
"Unter András Schiffs Händen zeigt sich das „Jenamy-Konzert“ nicht nur als der jugendlich frische Geniestreich Mozarts, als der das Konzert oft angesehen wird, sondern es entfaltet auch seine volle Schönheit und tiefe Empfindung in klanglicher Brillanz mit pianistischen Effekten."
DPK, 29. Januar 2012
"Weltstars gaben sich die Klinke in die Hand… Qualitatives Musizieren vom Feinsten: Bei der Salzburger Mozartwoche begeisterte unter anderen Pierre Boulez das Publikum. Es ist schon äußerst reizvoll, wenn sich, wie bei der diesjährigen Mozartwoche in Salzburg, die Stars der Klassik quasi die Klinke in die Hand geben."
Neue Kärntner Tageszeitung, 1. Februar 2012
"Wie haben sich doch die Zeiten geändert! Vor zehn Jahren noch wäre vieles undenkbar gewesen, was heute die Mozartwoche prägt, auch wenn das winterliche Festival im Grunde vom sommerlichen Reformeifer Gerard Mortiers und Hans Landesmanns mitgezogen wurde. In Analogie zum „Pull-Push-Denken“ der Ökonomen könnte man sagen: Die Änderungen im Programm der Mozartwoche waren mit Sicherheit nicht das Ergebnis eines „Push“-Impulses des Publikums. Und doch sitzt dieses heute ohne zu meutern in einem Konzert mit Pierre Boulez, in dem Mozart mit Musik von Schönberg und Strawinsky zusammengespannt ist. […]"
klassikinfo.de, 28. Januar 2012
Wann immer Pierre Boulez draufsteht, ist auch Musik des 20. Jahrhunderts drin. So auch bei der diesjährigen Mozartwoche in Salzburg, wo der große Komponist und Dirigent im Großen Festspielhaus gleich zwei Stücke von Arnold Schönberg und eines von Strawinsky mit im Paket hatte. […] Mitsuko Uchida wusste mit brillanter Technik die vielen vertrackten Stellen betont partnerschaftlich mit dem blendenden Orchester umzusetzen. Besonders erfreulich war, dass man die japanische Pianistin, bei der Mozartwoche 2012, noch mehrmals zu hören […] durfte: Mit perlenden Läufen und vollendeter Eleganz bei der Kunst des Dialogisierens.
Kurier, 30. Januar 2012
So eine wie sie möchte sich unsereins über viele Jahre als „Artist in Residence“ wünschen. Denn von Mitsuko Uchidas Klavier- und Spielkunst, von ihrem hellen und tiefgehendem Geist, ihrem wohltemperierten Furor kann man gar nicht genug kriegen. Jetzt halt „nur“ eine Residenz bei der Salzburg Mozartwoche. Und darüber ereignet und eröffnet sich das schiere Glück mit einem gewaltigen Schuss an erlebter Seligkeit. […] Wer hätte dieses Paradies der befeuernden Inspiration, diesen Wunder-Ort des Herzens- und Wissensschatzes in den Wellen des gemeinhin Willkürlichen verlassen wollen? Keiner. […] Ich kenne viele, die sagen, „Schönberg, nein danke!“ Hört man ihn so, meinen eventuell Einige: Ja, noch mehr! Besser kann es doch kaum sein!
Kronen Zeitung Salzburg, 2. Februar 2012
"Eine mehr als interessante Begegnung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks brachte der Sonntagabend in der diesjährigen Mozartwoche Salzburg im Großen Festspielhaus unter der geplanten Leitung des blutjungen Dirigenten Pablo Heras-Casado. […] Mit rhythmisch präzisem Duktus, ohne Stab, setzte er klare Zeichen und zauberte eine kompakte Eröffnungsmusik in den Saal. […] eine Offenbarung besonderer Art war die abschließende „schottische“ Symphonie von Mendelssohn: Wie in einem Guss präsentieren die Bayern das Stück, fernab von Hochglanz-Politur und Süßlichkeit, sondern streng, sachlich und energiegeladen. […] Ein wie selten gelungener Abend, der dem Orchester aus Bayern höchste Anerkennung brachte mit langanhaltendem Applaus."
Passauer Neue Presse, 31. Januar 2012
"Der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado hat sich bei seinem Mozartwochen-Debüt am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks [..] als umsichtiger Kapellmeister präsentiert, der mit präzisen Vorgaben brillante Effekte zu erzielen weiß. Ganz ohne Effekthascherei. So eine „Schottische“ lässt man sich jederzeit gefallen! Hätten sie als Zugabe von vorne angefangen – mit den großen gesanglichen Linien, die tatsächlich Bilder von weiten Landschaften im Nebel und geheimnisvollen Tälern erwecken – hätte man gerne weiter zugehört. […] Das Konzert Es-Dur für Klavier und Orchester KV 482 mit dem grandiosen Emanuel Ax als Solisten war eine der bewegendsten Begegnungen mit eine Mozart-Klavierkonzert der letzten Jahre. […] Wenn man von Mozart’scher Heiterkeit und Klarheit spricht, meinte man eine Interpretation wie diese."
DPK, 30. Januar 2012
"Wer sich mit der Vita des 1977 in Granada geborenen Heras-Casado befasst, stellt fest, dass sich da einer in direkter Richtung auf die Oberliga zubewegt. Quer durch die Jahrhunderte, in der Neuen und Alten Welt. […] Pablo Heras-Casado, der ohne Partitur und Taktstock dirigierte, übergoss die Naturschilderungen mit dezentem Pathos. Kompakter Wohlklang allseits"
SN, 31. Januar 2012
Höchste Sensibilität, völlig uneitle, sich absolut dem Werk unterordnende Interpretation und eine unaufdringliche, perfekte Technik: Nicht umsonst zählt Emanuel Ax zu den ganz Großen der Pianistenzunft. Höchst erfreulich, dass man den amerikanischen Pianisten mit polnischen Wurzeln bei der Mozartwoche im großen Festspielhaus erleben durfte. […] Es war eine wunderbare Mischung von Festlichkeit und Intimität mit dem Andante als emotionalen Höhepunkt, bei dem alle Farben ausgekostet wurden. […] Ein umjubelter Abend mit der „Figaro“-Ouvertüre als Zugabe.
Kurier, 31. Januar 2012
"Zwei „letzte“ Mozart-Sinfonien, […] bildeten den äußeren Rahmen für die erste Matinee der Camerata unter ihrem neuen Chefdirigenten Louis Langrée am Montag: Ein bejubelter Höhepunkt der bisherigen Mozartwoche. Louis Langrée stieg schwungvoll in KV 338 ein und die Mitstreiter am Podium ließen sich spürbar begeistert führen. Absolut dynamisch war das alles – zudem ungekürzt inklusive fast aller Wiederholungen, wie es sich der Mozartwoche wohl ansteht […] Im besten Sinne „salzburgerisch“ wurden hier Maßstäbe gesetzt – und vom vollbesetzten Auditorium begeistert empfangen."
DPK, 31. Januar 2012
"Als vordringliches Erlebnis dieser Matinee bleibt in Erinnerung, mit welch bestechender Intelligenz und „modernem“ Geist die Geigerin Carolin Widmann Mozarts G-Dur-Konzert, KV 216, präsentierte. Die Spannkraft der Linie, geschmeidige und farblich hochdifferenzierte Tongebung, die überlegt dosierte Energie des Vortrags, kreative Dialogfähigkeit und nicht zuletzt die wunderbar das Material weiterdenkenden eigenen Kadenzen und Eingänge ergaben eine veritable Neuinterpretation. […] Langrée liebt die theatralische Geste. Er feilt mit Hingabe an Details, verlebendigt Innenstimmen, konturiert und schärft das Pingpong von Ersten und Zweiten Geigen, gibt Nebenschienen des symphonischen Geschehens Gewicht und sorgt für kräftig akzentuierte Balance zwischen den Gruppen. So entsteht jederzeit ein kraftvoll durchgezeichnetes Bild von Musik: schwungvoll und mitreißend, ohne die Tempi zu überhitzen, emotionell bewegt und beweglich in den Strukturen, die dennoch immer genügen „Fleisch“ haben, leidenschaftlich entflammt an der Sache."
SN, 31. Januar 2012
Neben dem Debüt von Pablo Heras-Casado am Pult des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks hielt die Mozartwoche an diesem Vormittag also eine weitere Erst-Begegnung mit einem interessanten jungen Dirigenten bereit. Der Engländer Douglas Boyd fand sich nämlich nicht nur in dieser Londoner Symphonie Haydns bestens zurecht. […] der Vormittag gehörte letztlich ohne Zweifel dem jungen schottischen Dirigenten […] vielleicht ist seine Empathie für die Spieler mit ein Grund, dass das blendend vorbereitete Sinfonieorchester der Universität Mozarteum sich ihm so vorbehaltlos anvertraute.
DPK, 1. Februar 2012
In Salzburg genießt das Hagen Quartett selbstredend Heimvorteil. […] Im Programmzusammenhang hatte der Mittwochvormittag somit nur obligaten Konzertcharakter. Außer Streit steht, dass damit immer noch ein exorbitantes Niveau erreicht wird, weil die Selbstverständlichkeit und Souveränität im Grunde unangreifbar ist, mit der das Hagen Quartett seit mehr als drei Jahrzehnten miteinander musiziert: mit einer Intelligenz, Dringlichkeit, Unbedingtheit der künstlerischen Aussage, Kultiviertheit und unverwechselbarer Dialogfähigkeit. […] Hagen-Qualität eben.
SN, 2. Februar 2012
"Ganz gleich, was sie in Angriff nehmen: die Hagens spielen in einer eigenen Liga. […] Bei Mozart scheinen sich die Vier immer mehr überirdischen Gefilden zu nähern. Mitnichten „abgehoben“, aber doch schon entrückt. Mitunter auch gelegentlich an der Grenze zum Manierismus."
DPK, 2. Februar 2012
"Ein großer Träumer, der die verborgenen und scheinbar fernen Welten in die Wirklichkeit holt: Der rumänische Pianist Radu Lupu setzte dem zweiten Konzert der Wiener Philharmoniker der Salzburger Mozartwoche eine von vielen „Kronen“ auf. Wozu auch René Jacobs und Marc Minkowski entschieden dazu beigetragen haben."
Kronen Zeitung, 6. Februar 2012
"Das derzeit wohl „heißeste“ Duo der Kammermusik, Fazil Say und Patricia Kopatschinskaja, versetzt das Mozarteum am Donnerstagvormittag in einen Rausch. Immer höchstes Risiko knapp an der Grenze zur Bravourartistik. Eine Feuershow im besten Sinn. Zwei Stürmer und Dränger, Extremisten im blinden Verständnis, da erreichte jeder Takt Siedegrade. […] das „Alla Turca“ rockte förmlich! Das war ein umwerfendes Musizieren zweier widerspenstiger Außenseiter, oder Außerirdischer..."
Salzburger Nachrichten, 3. Februar 2012
"Gleichsam ein kammermusikalisches Gipfeltreffen ist es, wenn Mitsuko Uchida und das Quatuor Ébène miteinander musizieren. Mit einem Programm, welches schon vorausblickt ins nächste Jahr – Mozartwoche à la France."
DPK, 5. Februar 2012
"Ein ganzes Bouquet an Werken aus seiner Heimat bringt Marc Minkowski, Franzose, Dirigent und neuer künstlerischer Leiter der Mozartwoche ab 2013, als Einstandsgeschenk mit, mehr als nur ein Amuse Gueule offerierte gestern das Quatuor Ébène im Großen Saal des Mozarteums."
SVZ, 4. Februar 2012
"Da beherrschte der Originalklang das „Haus für Mozart“, da klangen innige Momente bei Mozart auf, und war Bach sachlich und konkret zugleich. […] Minkowski versteht die Klangregie mit historischem Instrumentarium bestens, sorgt für eine der Sache dienende Aufstellung und bewährt sich abermals als kompetenter Sachwalter."
Neues Volksblatt, 6. Februar 2012
"Sie zählt zu den schönste Kirchenstücken Mozarts: Die Litaniae de venerabili altaris Sacramento KV 243. Und mit all ihrem musikalischen Reichtum, ihrer stilistischen Vielfalt, ernster Feierlichkeit, aber auch Sinnesfreude erklang sie jetzt bei der Mozartwoche in Salzburg, im Haus für Mozart. Organisch verbudnen wurde all dies vom mit vitalem Drive spielenden Originalklangensemble Les Musiciens du Louvre Grenoble unter dem wie immer vor Energie strotzenden Marc Minkowski (der ja die künstlerischen Geschicke der Mozartwoche 2013 übernehmen wird)."
Kurier, 5. Februar 2012
"Das dritte „Wiener“-Konzert in der Salzburger Mozartwoche mit Daniel Barenboim und zwei von ihm gespielten Mozart-Klavierkonzerten sowie Schönbergs Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente, ein Traum! […] Es war ein Traum der Erleuchtung nämlich, in dem Glanz und Glorie niemals auftrumpfend, sondern ganz und gar dem Zauber dienend hingegeben sind."
Kronen Zeitung, 6. Februar 2012
Daniel Barenboim als Dirigent und Solist für zwei Klavierkonzerte, von Mozart (KV 537, KV 491) im Großen Festspielhaus Salzburg am Schluss der Mozartwoche – das war mehr als eine Offenbarung. Mozart sachlich, ohne Süße, schlank, Raum gebend für das Erklingen mancher Mittelstimmen und Instrumentalsoli. Wenn dann das Partnerorchester der verjüngte Klangkörper der Wiener Philharmoniker ist, scheint die Partnerschaft perfekt zu sein. […] Die Balance war so perfekt, dass das Klangbild mit modernen Instrumenten keine Sehnsucht nach Originalklang aufkommen ließ.
Neues Volksblatt, 6. Februar 2012
"Schönbergs Kammersymphonie für 15 Soloinstrumente übertraf an diesem Abend die Wirkung der beiden Mozart-Klavierkonzerte um ein Vielfaches. In dieser Interpretation war das Herzblut der Leidenschaft zu verspüren, eines der gewaltigsten Stücke der Musikgeschichte auch dementsprechend in Klang umzusetzen. Daniel Barenboim schien das ohnehin schon vor sich Brodelnde zum Überkochen zu bringen."
OÖ Nachrichten, 6. Februar 2012
"Dass Daniel Barenboim ein vielseitiger und begnadeter Künstler sowohl am Pult als auch am Piano ist, konnte er wieder einmal an einem Abend im Großen Festspielhaus in Salzburg bei der Mozartwoche beweisen."
Kurier, 6. Februar 2012
Für Spannung sorgte […] vor allem die Programmgestaltung, die Mozart konsequent mit der Gegenwart in Bezug bringt und seine Musik mit dem Schaffen des 20. und 21. Jahrhunderts verbindet: ein fruchtbarer Ansatz, der zu manch bemerkenswertem Hörerlebnis geführt hat. […] Die grossen Namen spielen ihre Rolle bei der Salzburger Mozartwoche, ebenso viel Gewicht hat Stephan Pauly in seinen Programmen jedoch auf jüngere Kräfte gelegt. […] Keine Frage, dass derartige Ansätze für die Interpretation der Werke Mozarts von hoher Bedeutung sind.


