Franz Xaver Wolfgang Mozart

Franz Xaver Wolfgang (1791-1844), der jüngste Sohn W.A. Mozarts, war wie sein Vater Komponist. Er hat ein Oeuvre von über 150 Einzelwerken hinterlassen. Große Teile befinden sich heute in Salzburg und sind zwischen der Stiftung Mozarteum Salzburg und dem Archiv der Erzdiözese Salzburg aufgeteilt. Als erster Schritt werden hier die Bestände aus der Bibliotheca Mozartiana der Stiftung Mozarteum Salzburg online publiziert. Die Verwendung der zum Download als PDF bereit gestellten Files ist für den privaten, wissenschaftlichen und pädagogischen Gebrauch kostenfrei.

 

Zur Überlieferung

Die Drucke und Handschriften aus dem Nachlass Franz Xaver Wolfgang Mozarts wurden von dem Wiener Experten und Autographensammler Aloys Fuchs (1799-1853) in mehreren Bänden zusammengefasst, von denen mindestens zwei verschollen sind. Die erhaltenen fünf Bände, die zum Teil erhebliche Wasserschäden aufweisen, kamen über Franz Xavers älteren Bruder Karl Mozart (1784-1858) noch vor dessen Tod an den 1841 gegründeten Dommusikverein und Mozarteum in Salzburg. Als sich Verein spaltete, wurde der Notenbestand auf die beiden Nachfolge-organisationen aufgeteilt, so dass sich seit 1881 vier Bände im Besitz der Internationalen Stiftung Mozarteum befinden (gezählt als zweiter, dritter, fünfter und siebter Band), während der erste Band (der u.a. Franz Xaver Wolfgang Mozarts eigenhändiges Werkverzeichnis enthält) dem Dommusikverein zugesprochen wurde und dementsprechend heute im Archiv der Erzdiözese Salzburg aufbewahrt wird. Im Zuge einer Vereinbarung zwischen dem Archiv der Erzdiözese Salzburg und der Stiftung Mozarteum über die Digitalisierung und virtuelle Zusammenführung des sogenannten Mozart-Nachlasses wurden inzwischen alle Werke von Franz Xaver Wolfgang Mozart digitalisiert. Im Rahmen des Internetauftritts der Stiftung Mozarteum Salzburg werden zunächst die Quellen aus eigenem Besitz online zur Verfügung gestellt. Dieser umfasst etwa zwei Drittel aller von Franz Xaver Wolfgang zu Lebzeiten mit Opuszahlen veröffentlichten Werke sowie auch zwei Drittel der Werke ohne Opuszahl. Die Stiftung Mozarteum bemüht sich zudem, weitere Quellen auf dem Antiquariatsmarkt zu erwerben.

 

Zur Zählung der Werke

Die zu Lebzeiten im Druck erschienenen Werke sind nach Opuszahlen geordnet. Die Werke ohne Opuszahl werden hier anhand der ihnen von Rudolph Angermüller in seinem Artikel „Kompositionen von Franz Xaver Wolfgang Mozart in der Bibliothek der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg“ (in: Mitteilungen der Internationalen Stiftung Mozarteum 50 [2002], S. 100ff.) beigegebenen Ordnungszahl aufgelistet. Die allen Titeln in Klammern beigefügte Werkverzeichnisnummer bezieht sich auf das von Karsten Nottelmann vorgelegte Verzeichnis der Werke Franz Xaver Wolfgang Mozarts, das im Rahmen seiner Studie W. A. Mozart Sohn. Der Musiker und das Erbe des Vaters (2 Bde., Kassel u.a. 2009) als Band 14 der Schriftenreihe der Internationalen Stiftung Mozarteum im Druck erschienen ist.

 

Werke mit Opuszahl

  • Quartett in g für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, Op. 1
    • Erstdruck (Wien, ca. 1805), 1. Exemplar
    • Erstdruck (Wien, ca. 1805), 2. Exemplar
      • pf nicht verfügbar
      • vn
      • va
      • vc
  • Sonate in B für Klavier und Violine, Op. 7
    • Erstdruck (Wien, ca. 1808)
      • pf nicht verfügbar
      • vn
  • Sonate in G für Klavier, Op. 10
    • Erstdruck (Offenbach, ca. 1808)
  • 6 Piccoli Pezzi für Flöte und zwei Hörner, Op. 11
  • In der Väter Hallen ruhte
    Romanze für eine Singstimme und Klavier, Op. 12
  • Ich bin der erste Buffo
    Arie für Bass und Orchester, Op. 13
  • Variationen in G für Klavier, Op. 13a
    • Erstdruck (Wien, 1810-1811)
  • Sonate in F für Klavier und Violine, Op. 15
    • Erstdruck (Leipzig, ca. 1814)
  • Variationen in D für Klavier, Op. 16
    • Erstdruck (Leipzig, ca. 1814)
  • 6 Polonaisen für Klavier, Op. 17
    • Erstdruck (Leipzig, 1815-1816)
    • Frühdruck (Leipzig, ca. 1817)
  • Variationen in d für Klavier, Op. 18
    • Erstdruck (Leipzig, 1815-1816)
  • Sonate in E für Klavier und Violine oder Violoncello, Op. 19
    • Erstdruck (Leipzig, 1820)
    • Frühdruck (Paris, ca. 1823)
    • Abschrift der Violoncello-Stimme (20. Jh.)
  • 6 Lieder mit Klavierbegleitung, Op. 21
  • 4 Polonaisen für Klavier, Op. 22
    • Frühdruck (Leipzig, ca. 1820)
  • Variationen in C für Klavier, Op. 23
    • Erstdruck (Leipzig, ca. 1820)
  • An Emma
    Gesang für eine Singstimme und Klavier, Op. 24
    • Erstdruck (Hamburg, ca. 1819)
  • Konzert in Es für Klavier und Orchester, Op. 25
    • Erstdruck (Leipzig, ca. 1821)
      • pf
      • übrige Stimmen nicht verfügbar
  • Rondo in Es für Klavier, Op. 25, Satz 3
    • Frühdruck (Leipzig, ca. 1822)
  • 2 Polonaisen für Klavier, Op. 26
    • Erstdruck (Lemberg, ca. 1824)
  • Frühlingsgruß
    Gesang für drei Soprane und Klavier, Op. 29
    • Erstdruck (Lemberg, ca. 1835)
    • Abschrift (nur Vokalstimmen)

 

Werke ohne Opuszahl

 

  • Rondo in F für Klavier, o.Op. 1
    • Abschrift
  • Marsch in G für Klavier, o.Op. 8
    • Autograph
  • Variationen in D für Klavier, o.Op. 10
    • Autograph
  • Tänze für Klavier, o.Op. 11
    • Autograph
  • Variationen in G für Klavier und Flageolet, o.Op. 15
  • Rondo in e für Flöte und Klavier, o.Op. 25
    • Abschrift der Flötenstimme
  • Fantasie in A für Klavier, o.Op. 26
    • Autograph
      • pf (24,8 MB)
  • Ouvertüre in D für Orchester, o.Op. 27
  • Peur des morts!
    Comédie-Vaudeville für vier Sänger und Klavier, o.Op. 28
  • II Vaudeville, II Vaudeville
    Comédie-Vaudeville für vier Sänger und Klavier, o.Op. 29
  • Autographes Fragment, o. Op.31

Rechtehinweis

Die Verwendung der zum Download als PDF bereit gestellten Files ist für den privaten, wissenschaftlichen und pädagogischen Gebrauch kostenfrei. Für Veröffentlichungen sind die üblichen Genehmigungen bei der Stiftung Mozarteum Salzburg einzuholen.

Kontakt


Dr. Armin Brinzing
Bibliotheca Mozartiana (Leitung)
Tel: +43 (0) 662 889 40 13
Fax: +43 (0) 662 889 40 50
E-Mail: brinzing@mozarteum.at