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Mozarts Instrumente

Die Stiftung Mozarteum verwahrt sechs originale Instrumente aus dem Besitz von Wolfgang Amadé Mozart:

vier Streichinstrumente  (Mozarts Kindergeige, seine Salzburger Konzert-Violine, seine Costa-Geige und seine Viola)

und zwei Tasteninstrumente (seinen Hammerflügel und sein Clavichord).

Alle Instrumente befinden sich in hervorragendem spielfähigem Zustand und werden regelmäßig in Konzerten gespielt.

Bereits mit 5 Jahren konnte Wolfgang Amadé Mozart Klavier und Geige spielen. Zur Verwunderung des Vaters begann Mozart mit dem Musizieren auf der Violine ohne vorangegangenen Unterricht und gemäß einer Anekdote begleitete er aus eigenem Antrieb das Spiel des Vaters mit Musikerfreunden. 1762 berichtet Leopold Mozart von seiner ersten Reise nach Wien, Wolfgang habe bei der Maut seine Geige hervorgeholt habe und „spielte ihm [dem Zöllner] auf dem geigerl ein Menuett.“

 

Mozarts Können auf der Violine war sehr groß wenn auch sein Verhältnis zur Violine im Laufe der Jahre sehr zwiespältig wurde. Aus seinen Briefen von der großen Reise nach München, Mannheim und Paris 1778/79 wissen wir, dass Mozart seine eigenen, sehr anspruchsvollen Violinkonzerte und Soli öffentlich gespielt hat und über den großen Beifall sehr erstaunt war.

„du weist selbst nicht wie gut du auf der Violin spielst“ kommentierte Leopold, selbst Geigenspieler und Verfasser des Lehrbuches „Versuchs einer Gründlichen Violinschule“, die Fertigkeiten seines Sohnes. Als sich jedoch gegen Ende der Reise nach Paris eine Rückkehr Mozarts in den verhassten Hofdienst abzeichnete schrieb dieser sehr bestimmt an den Vater: „Nur eines bitte ich mir zu Salzburg aus, und das ist: das ich nicht bey der violin bin, wie ich sonst war – keinen geiger gebe ich nicht mehr ab; beym clavier will ich dirigirn – die arien accompagnieren.“

 

Dieses Vorhaben konnte Mozart dann in Wien umsetzen denn während dieser 10 Jahre bis zu seinem Tod 1791 wurde das Klavier zu seinem Hauptinstrument. Begeistert schrieb er 1781 seinem Vater nach Salzburg:hier ist doch gewis das Clavierland!“

Mozarts Originalinstrumente

Hier finden Sie Informationen und Audiobeispiele über die im Besitz der Stiftung Mozarteum befindlichen Originalinstrumente.

Mozarts Kindergeige

Mozarts Kindergeige stammt von dem Salzburger Hof-, Lauten- und Geigenbauer Andreas Ferdinand Mayr (1693-1764), der somit Hofbediensteter und Arbeitskollege von Leopold Mozart war. Mayrs Name ist auf einem Zettel im Inneren der Geige vermerkt. Das genaue Datum ist nicht lesbar, mit großer Wahrscheinlichkeit wurde das Instrument in den Vierzigerjahren des 18. Jahrhunderts gebaut.

1896 wurde das Instrument der Stiftung Mozarteum als Geschenk übergeben.

Mozarts Konzertvioline

Mozarts Konzertvioline wurde mittlerweile als ein Instrument aus der Werkstatt der Familie Klotz in Mittenwald, in den bayerischen Alpen, identifiziert und dürfte zu Beginn des 18. Jahrhunderts entstanden sein.  Der falsche Zettel im Inneren des Instrumentes besagt vor allem, dass es sich um Modell „nach Stainer“ handelte

Mozart hat durchaus eine erste Wahl getroffen falls er angenommen hat, wirklich eine Geige von Jakob Stainer mit dem berühmten „Silberklang“ sein Eigen zu nennen.

Bei seinem Weggang aus Salzburg hatte Mozart seine Konzertvioline nicht nach Wien mitgenommen, sondern sie seiner Schwester überlassen. Diese hat die Geige später vermutlich gemeinsam mit der Kindergeige verkauft. 1956 konnte die Stiftung Mozarteum das Instrument erwerben.

Da das Instrument schon sehr früh als eine Art Mozartreliquie behandelt wurde, ist sie in sehr guten und abgesehen von einigen kleinen Änderungen in nahezu originalem Zustand.

Mozarts Costa-Violine

Mozarts Costa-Violine ist benannt nach ihrem Erbauer Pietro Antonia Dalla Costa und wurde gemäß einem originalen Zettel im Inneren der Geige 1764 in Treviso, Italien angefertigt. Dalla Costa hat sich bei seinen Geigen an Amati-Modellen orientiert und seine Violinen sind aufgrund ihres warmen und kräftigen Klanges heutzutage gesuchte Konzertinstrumente. Mozart hat die Violine wahrscheinlich in Wien erworben und gespielt. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde die Violine 2013 von Dr. Nikola Leibinger-Kammüller erworben um sie der der Stiftung Mozarteum als Geschenk zu überreichen.

Mozarts Viola

Mozarts Viola wurde Anfang des 18. Jahrhunderts in Oberitalien von einem unbekannten Meister angefertigt, der schwer lesbare Zettel im Inneren weißt das Instrument zwar Paulo Megini in Brescia zu, ist aber wiederum gefälscht. Die Viola ist als einziges von Mozarts Streichinstrumenten in seinem Nachlass aufgelistet – „1 Pratschen in futeral“– und mit 4 Gulden taxiert. Das Instrument konnte 1966 von der Stiftung Mozarteum aus dem Nachlass des Musikaliensammlers Edward Speyer in England gekauft werden.

Mozarts Hammerklavier

Mozarts Hammerklavier ist weder signiert noch datiert kann aber mit großer Sicherheit dem Klavierbauer Anton Gabriel Walter (1752-1826) in Wien zugeschrieben und dürfte um 1782 gebaut worden sein. Mozart hat den Flügel vor 1785 als Konzertinstrument erworben und bei seinen öffentlichen Auftritten in Wien gespielt. „deines Bruders Fortepiano Flügel ist wenigst 12 mahl, seit dem [ich] hier bin, aus dem Hause ins Theater oder in ein andres Haus getragen worden“, berichtet Leopold Mozart, der zu Besuch in Wien weilte, an seine Tochter Nannerl im Brief vom 12. März 1785. Nach Mozarts Tod verblieb das Instrument in der Familie und wurde 1856, im Jubiläumsjahr anlässlich des 100. Geburtstages Mozarts, von seinem Sohn Carl Thomas der Stiftung Mozarteum überlassen.

Mozarts Clavichord

Mozarts Clavichord bildete den Grundstock der Sammlung originaler Mozartinstrumente der Stiftung Mozarteum, denn es kam bereits im Jahre 1844 aus dem Nachlass von Franz Xaver Wolfgang, dem jüngeren Sohn Mozarts in den Besitz des damaligen Dom-Musikvereins und Mozarteums. Es handelt sich dabei um ein Tasteninstrument für den privaten Gebrauch mit leisem, zarten Klang. Gemäß einem Zertifikat von der Hand Constanze Mozarts im Inneren des Clavichords war es „Mein liebes Clavir  worauf Mozart so viel gespielt und componir[t] hat als die zauberflöte, la Clemenza di Tito das Requiem und eine freumaurer Cantate ….. Mozart hatte das Clavir so lieb, und deswegen habe ich es doppel lieb!“