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Mozartwoche

Rolando Villazón: „Meine Reise mit Mozart begann eigentlich 2011, als ich meinen ersten Don Ottavio sang.

Bei der Vorbereitung der Rolle hatte ich nicht nur die wunderbare Partitur im Blick, sondern begann, Mozarts Briefe zu lesen und bald zu verschlingen. Im ungefilterten Fluss seiner Gedanken gibt Mozart einen einzigartigen Blick in seine Seele frei: ein Genie, ein tiefernster Musiker und Denker, eine verspielte Seele. Mozart ist ein Mann der Aufklärung; Mozart ist auch ein liebenswerter Spaßvogel. Mozart ist tiefsinnig, reif und intelligent. Mozart ist zugleich verspielt, witzig und kindisch. Mozart ist so groß wie seine Unsterblichkeit und so nah bei uns wie die Liebe, die er für die Menschen empfand.

„Liebe! Liebe! Liebe! ist die Seele des Genies“, schrieb Gottfried von Jacquin in Mozarts Stammbuch.“

Mozartwoche-Magazin lesen

ROLANDO VILLAZÓN ERÖFFNET DIE MOZARTWOCHE 2019

Die Mozartwoche 2019 ist die erste Station auf einer Reise, die fünf Mozartwochen umspannen wird, von 2019 bis 2023. Eine Reise, auf der wir ausschließlich Musik des beliebtesten Komponisten aller Zeiten erleben: des großen Wolfgang Amadé Mozart.

Durch seine universelle Kraft bringt Mozart Menschen zusammen. In diesen Zeiten, in denen gefährliche Stimmen lautstark versuchen uns zu entzweien und das zu übertönen drohen, was uns Menschen vereint, haben wir diese Mozartwoche in Mozarts Geist der Teilhabe, Zusammengehörigkeit und Integration entwickelt.

Dieser Geist spiegelt sich in unserem Programm wider, denn wir konzentrieren uns in dieser Mozartwoche auf bekannte und selten gespielte Chorwerke Mozarts, allen voran mit einer neuen, szenischen Erzählung von „Thamos, König in Ägypten“ KV 345.

Wir stellen zudem Werke vor, für die Künstler zusammenkommen und zusammenarbeiten – Sänger, die von obligaten Soloinstrumenten begleitet werden, spezielle Konstellationen in der Kammermusik und ein Akademiekonzert wie zu Mozarts Zeiten.

MOZART BRINGT MENSCHEN ZUSAMMEN.

In diesem Geist begeben wir uns auf Entdeckungsreise, lernen dabei auch neue und unbekannte Orte kennen und laden neue Entdecker ein, sich uns anzuschließen.

Gemeinsam mit dem Salzburger Landestheater präsentieren wir eine eigens für die Mozartwoche entwickelte Ballettgala mit internationalen Gästen; am Marionettentheater nehmen wir die viel gelobte Produktion von „Bastien und Bastienne“ und „Der Schauspieldirektor“ aus dem Jahr 2006 wieder auf.

Im Rahmen des neuen Formats „Briefe und Musik“ hören wir Auszüge aus Mozarts Briefen sowie auf Originalinstrumenten gespielte Sonaten im intimen Ambiente des Tanzmeistersaals im Mozart-Wohnhaus.

Wir laden Sie zu einem einzigartigen Mozartschen Dinner, das Starkoch Alfons Schuhbeck für die Mozartwoche im Wiener Saal kreieren wird. Mozarts Witz und Humor spüren wir in einer musikalischen Kabarett-Performance in der ARGEkultur nach und in Kooperation mit dem OVAL zeigen wir „Mozart’s Amazing Shadows“, ein besonderes Ereignis, bei dem wir durch tanzende Schatten und kraft unserer Vorstellung mit Mozart spielen können.

Im Republic wird Mozarts Geschichte anhand der Poesie und des Humors von mimischer Clown-Kunst erzählt. An Mozarts Geburtstag schließlich ziehen wir durch Salzburgs Straßen und bringen unserem geliebten Genius loci mexikanische Serenatas dar. Eine Vielzahl von Zusatzaktivitäten ergänzen die Woche, darunter Meisterklassen, Filmvorführungen, Lesungen und Gespräche mit einigen unserer wundervollen Künstler und Mozart-Spezialisten.

T.H.A.M.O.S. - Eine Szenische Produktion basierend auf Mozart: „Thamos, König in Ägypten“ KV 345

Mozart liebte das Theater – in allen seinen Formen.

Tobias Philipp von Geblers Lehrstück „Thamos, König in Ägypten“ kreist um Ägypten, Freimaurertum und Aufklärung. Mozart war ein Mann der Aufklärung, er gehörte keiner esoterischen Freimaurerloge an, sondern einer intellektuellen. Seine Schauspielmusik zu diesem Drama ist wenig bekannt, gehört aber zu seinen großartigsten Werken – und der Chor ist der Hauptdarsteller. Carlus Padrissa war sofort Feuer und Flamme für die Idee, „Thamos“ mit seiner famosen Truppe La Fura dels Baus auf die Bühne zu bringen. Er entwickelt ein eigenes, neues Stück aus der Partitur: eine spektakuläre, dramatisch-theatralische Reise, eng verwoben aus Tanz, neu gedichteten Texten und Mozarts Partitur, zu der drei Solisten mit einigen Arien aus anderen Stücken hinzutreten. Mit dem Salzburger Bachchor und der Camerata Salzburg musizieren, als wäre das heute schon selbstverständlich, eine Dirigentin aus Mexiko, eine Sopranistin aus Ägypten, ein Tenor aus Thailand und ein Star-Bass aus Deutschland: Musik bringt Menschen aus allen Kulturkreisen zueinander, und Mozart macht das besser als alle anderen.

Die selten gespielte Schauspielmusik zu Thamos, die Mozart selbst sehr schätzte (wie er am 15. Februar 1783 an seinen Vater schrieb), wird im Rahmen der Mozartwoche 2019 zu erleben sein – in einer spektakulären tänzerisch-dramatischen Fassung mit „La Fura dels Baus“, jener gefeierten Kompagnie, die dafür bekannt ist, szenische und musikalische Wege abseits der traditionellen Pfade zu gehen.

Im Zentrum von T.H.A.M.O.S. steht mit der Metapher von Licht und Erleuchtung das zentrale Gedankengut der Aufklärung, die im Italienischen nicht zufällig „l’illuminismo“ und im Spanischen „la ilustración“ heißt: Ein immer wieder aufs Neue und bis heute beschworenes utopisches Projekt, das Mozart in seiner Partitur unter anderem mit den Chören „Schon weichet dir, Sonne, des Lichtes Feindin, die Nacht!“ und „Unser Lied in eure Töne, Sonne! dir ein Lobgesang“ in Musik fasste.