Suchergebnisse

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages
press_release
events
museums
Filter by Categories
Research
Unkategorisiert
Museen

Sonder-Ausstellungen

Mozart Wohnhaus

Makartplatz 8, 5020 Salzburg, Österreich

Tel:+43 (0) 662 84 43 13
Täglich 9:00 Uhr - 17.30 Uhr
Juli / August 8.30 Uhr - 19:00 Uhr

Im Mozart-Wohnhaus zeigt die Bibliotheca Mozartiana derzeit zwei Sonder-Ausstellungen.

Die Anfänge des Mozart-Kults in Salzburg: Der Dommusikverein und Mozarteum, 1841-1880

„Am Geburtsort des wunderbarsten Komponisten, der je gelebt, ist die Musik tatsächlich in einem traurigen Zustand des Verfalls“, schrieb der englische Mozart-Verehrer Vincent Novello in sein Tagebuch, als er im Jahre 1829 Salzburg besuchte.

Um das Musikleben der Stadt wieder voranzubringen, gründete sich 1841 der „Dommusikverein und Mozarteum“. In diesem Verein haben alle heute eigenständigen Institutionen Salzburgs ihren Ursprung, die das Wort „Mozarteum“ in ihrem Namen führen, also die Stiftung Mozarteum, die Universität Mozarteum und das Mozarteumorchester.

Von besonderer Bedeutung für den aufblühenden Mozartkult war die Tatsache, dass Mozarts damals noch in Salzburg lebende Witwe Constanze, aber auch seine beiden Söhne Franz Xaver Wolfgang und Carl Thomas, den Verein tatkräftig unterstützten. Geschenke und Vermächtnisse der Familie – Gemälde, Musikinstrumente, Briefe und eigenhändige Notenhandschriften – bilden heute den Grundstock der weltweit herausragenden Sammlungen der Mozart-Museen und der Bibliotheca Mozartiana der Stiftung Mozarteum.

Franz Xaver Wolfgang Mozart: Ein Komponist von „geringen Fähigkeiten“?

Franz Xaver Wolfgang Mozart wurde am 26. Juli 1791 in Wien geboren, nur wenige Monate vor dem Tod seines Vaters Wolfgang Amadé Mozart.

Die Ausstellung im Mozart-Wohnhaus zeichnet die Stationen seines Lebens anhand von originalen Noten, Briefen und Bildern nach. Es soll dabei auch daran erinnert werden, dass Salzburg es vor allem Mozarts jüngstem Sohn zu verdanken hat, dass sich im Besitz der Stiftung Mozarteum heute so viele Originalhandschriften Wolfgang Amadé Mozarts, Gemälde und andere Andenken an den großen Sohn Salzburgs und dessen Familie befinden. Denn kurz vor seinem Tod verfügte Franz Xaver Wolfgang Mozart, dass seine eigene Bibliothek und die Erbstücke seines Vaters als Vermächtnis an den 1841 gegründeten Dommusikverein und Mozarteum gehen sollten.

Schon als Kind erhielt Franz Xaver Wolfgang Mozart in Prag und Wien eine intensive musikalische Ausbildung. Zu seinen Lehrern gehörten einige der bedeutendsten Musiker und Komponisten der Zeit, darunter Antonio Salieri, Sigismund Neukomm und Johann Nepomuk Hummel. Mit 17 Jahren übernahm er in Galizien eine Stelle als privater Klavierlehrer einer Adelsfamilie und war anschließend mehrere Jahre in Lemberg (heute Lviv, Ukraine) tätig. Von dort aus unternahm er eine zweieinhalb Jahre dauernde Konzertreise durch Europa und trat in zahlreichen Städten als Pianist auf (darunter Warschau, Kopenhagen, Berlin, Prag, Venedig, Mailand und Wien). 1838 zog er nach Wien und verbrachte dort die letzten Jahre seines Lebens.

Im Jahr 1839 erhielt er aus Salzburg den Auftrag, zur Einweihung des geplanten Mozart-Denkmals eine Festkantate zu Ehren seines Vaters zu komponieren. Der Mozart-Sohn lehnte den Auftrag aber ab, da er sich mit seinen – wie er selbst schrieb – „geringen Fähigkeiten“ dieser anspruchsvollen Aufgabe nicht gewachsen fühlte.