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Internationale Projekte

Internationale Projekte

Internationale Projekte

Franziska Wizany M.A.
Internationale Kooperationen
Tel. +43 (0) 662 889 40-51
wizany@mozarteum.at

 

Die internationalen Projekte der Stiftung Mozarteum sind eine wichtige Säule, um die Person und das Werk Wolfgang Amadé Mozarts in länderübergreifenden Kooperationen zu vermitteln. Basierend auf langjährigen Partnerschaften weltweit, engagiert sich die Stiftung Mozarteum sowohl im Jugendbereich wie beispielsweise in Kuba und Kolumbien. Zudem pflegt die Stiftung eine intensive Zusammenarbeit mit internationalen Festivals und Förderern und verfügt über ein Netzwerk von rund 80 Mozart-Gemeinden weltweit.

 

Der konstruktive Austausch mit unseren Partnern und die vertiefte Auseinandersetzung mit dem Werk Mozarts in unterschiedlichen Kulturlandschaften sind nicht nur für die Stiftung Mozarteum ein große Bereicherung, sondern bietet allen Beteiligten eine Chance, Mozart auch außerhalb Salzburg authentisch und hautnah erleben zu können!

 

 

 

 

Kuba

Was im Jahr 2007 mit der Übergabe einer Mozartbüste an die Stadt Havanna begann, ist inzwischen zu einem renommierten und international einzigartigen Musikvermittlungsprojekt geworden: Durch die Initiative und langjährige Unterstützung der Stiftung Mozarteum Salzburg, wurde 2009 das ‚Lyceum Mozartiano de La Habana’ gegründet. Herzstück dieser unabhängigen kulturellen Einrichtung ist eine Orchesterschule, die in enger Zusammenarbeit mit der dortigen Kunst- und Musikuniversität (ISA) und dem Büro des Stadthistorikers Dr. Eusebio Leal das kulturelle Leben Havannas bereichert. Zwischen 2012 und 2015 wurde das Projekt zudem maßgeblich durch die Europäische Union gefördert.

 

Nach dem Europa-Debüt des Orchesters zur Mozartwoche 2015, fand im Oktober 2015 das erste Mozart-Festival in Havanna statt. Seitdem ist das Mozart-Festival jährlich und unter Beteiligung europäischer wie kubanischer Künstler ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Altstadt von Havanna.

Kolumbien

Musik kennt keine Grenzen. Musik formt die Zukunft! Dieses Motto steht über dem Kolumbianischen Projekt, das die Stiftung Mozarteum seit 2016 gemeinsam mit der HILTI Foundation unterstützt und das mittlerweile einen großen, nicht nur musikalischen Bogen geschlagen hat.

 

Die „Academia Filarmónica Iberoamericana“ ist eine Institution im kolumbianischen Medellín, die auf dem besten Wege ist, das führende Kompetenzzentrum für musikalische Aus- und Weiterbildung in Südamerika zu werden. Musikalischer Botschafter der Akademie ist das „Iberacademy Orchestra“. Es bündelt exzellente junge MusikerInnen aus unterschiedlichen Ländern Lateinamerikas und leistet nun im Rahmen seiner ersten Europatournee einen wichtigen kulturellen Brückenschlag nach Europa.

 

Die lateinamerikanische Talenteschmiede wurde 2011 durch das Philharmonische Orchester in Medellín (Kolumbien) ins Leben gerufen. Sie ermöglicht hochbegabten MusikerInnen, sich auf ein musikalisches Spitzenniveau empor zu arbeiten. Einst innerhalb der Grenzen Kolumbiens angesiedelt, avancierte sie 2015 als „Academia Filarmónica Iberoamericana“ zu einer länderübergreifenden Initiative. Qualitätsvolle musikalische Ausbildung, Vernetzung und höchste Kompetenz bilden jene Maxime, anhand derer die Akademie Spitzentalenten aus Lateinamerika, zumeist aus sozial bescheidenen Verhältnissen, Türen und Tore in die Klassikwelt öffnet. Neben Stipendien für eine universitäre Musikausbildung, mannigfaltigen Orchesterprojekten und Meisterklassen mit renommierten OrchestermusikerInnen und SolistInnen, vermittelt die Akademie den jungen Ausnahme-MusikerInnen zudem Kenntnis darüber, wie sie mit ihren musikalischen Fähigkeiten zum sozialen Wandel in ihrer Gesellschaft beitragen können.

Japan

Originale Mozart-Schätze aus den Sammlungen der Stiftung Mozarteum hatten im Mai 2017 ein umjubeltes Gastspiel in Tokio. Im Headquarter von Dai-ichi Life, dem langjährigen Kooperationspartner der Stiftung, widmete sich die Ausstellung „The Mozarts“ den Geschwistern Mozart. Anhand von wertvollen Exponaten, darunter originale Briefe und Notenhandschriften, erzählte die kleine aber feine Schau von der Beziehung Wolfgang Amadés zu seiner älteren Schwester Nannerl. Konzipiert wurde die Ausstellung von Gabriele Ramsauer, Leiterin der Mozart-Museen, gemeinsam mit Armin Brinzing, dem Leiter der Bibliotheca Mozartiana.

 

Mozarts Kindergeige und seine Salzburger Konzertgeige wurden ebenfalls gezeigt und waren in drei Aufführungen täglich zu hören. Auf der Kindergeige spielte der zwölfjährige Yuki Ezaki aus Japan, auf der Salzburger Konzertgeige Frank Stadler, der Konzertmeister des Mozarteumorchesters Salzburg – begleitet wurden die beiden Geiger von dem Japanischen Pianisten Jun Kanno. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte ein Konzert in der vollbesetzten Kawaksaki Symphony Hall. Die Ausstellung und die Konzerte lockten insgesamt rund 12.000 begeisterte BesucherInnen an.

China

Weltweite Aufmerksamkeit für die Kulturbotschafter der Stiftung Mozarteum bei der China-Reise von Bundespräsident Alexander Van der Bellen

 

 

Die Beteiligung der Stiftung Mozarteum Salzburg am bislang größten Staatsbesuch in der Geschichte Österreichs im April 2018 von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in China war ein voller Erfolg. Der kulturelle Beitrag der Stiftung Mozarteum fand eine weltweite mediale Aufmerksamkeit und präsentierte sich als einzigartige Visitenkarte für die Kulturnation Österreich sowie für die Stadt und das Land Salzburg.

 

Mozarts originale Kindergeige, souverän gespielt von der erst siebenjährigen Anna Cäcilia Pföß, erklang beim zentralen Staatsbankett in Peking für Staatspräsident Xi Jinping. Begleitet von Stiftungspräsident Johannes Honsig-Erlenburg am Klavier spielte das Mädchen Werke von W.A. Mozart, darunter zwei Menuette aus einer frühen Sonate (KV 7), eine typische österreichische Volkweise und für die Gastgeber auch ein chinesisches Volkslied. Damit hat die Stiftung Mozarteum als Kulturbotschafter dieser wichtigen österreichischen Auslandsmission eine besondere musikalische Note verliehen und Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein außergewöhnliches Gastgeschenk an die Hand gegeben. „Unser besonderer Dank gilt der kleinen Künstlerin Anna Cäcilia, sie ist talentiert, natürlich und nervenstark und hat die richtigen Voraussetzungen, um die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer zu erobern“, resümiert Johannes Honsig-Erlenburg, der Präsident der Stiftung Mozarteum und fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass unser Auftritt mit Mozarts Kindergeige in Peking so ein enormes weltweites Presseecho ausgelöst hat, von Europa, über Südafrika, Indien bis hin zu Australien haben die Medien berichtet.“

 

Die Stiftung Mozarteum konnte als kultureller Botschafter in China wichtige Kontakte knüpfen bzw stärken. Konkret wurden erste Schritte zur Umsetzung einer groß angelegten Ausstellung über Leben und Werk Wolfgang Amadé Mozarts gesetzt. Im Jahr 2021 wird das 50-jährige Bestehen der politischen Beziehungen zwischen Österreich und China gefeiert. Dieser Anlass soll mit einer umfangreichen Ausstellung in Peking begleitet werden. Historische Schätze aus den reichhaltigen Beständen der Stiftung Mozarteum, medial modern präsentiert und aufbereitet, sollen die kulturinteressierten Besucherinnen und Besucher in China über Mozart informieren und begeistern.

Ukraine

Einer der kostbarsten Schätze der Stiftung Mozarteum, Mozarts Costa-Violine, wurde vom 20. bis 22. Juli beim LvivMozArt Festival in Lemberg  (Lviv/Ukraine) präsentiert und im Rahmen eines Konzerts den Besuchern des Festivals auch musikalisch vorgestellt. Das originale Mozart-Instrument wurde unter anderem von Stiftungspräsident Johannes Honsig-Erlenburg, Gabriele Ramsauer, der Leiterin der Mozart-Museen und Anja Morgenstern, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Mozarteum begleitet, die einen Vortrag zum Thema „Franz Xaver und seine Verleger“ hielt. Frank Stadler, Konzertmeister des Mozarteumorchesters Salzburg, spielte die Costa-Geige beim Abschlusskonzert in der Lemberger Oper und würdigte damit eines der bedeutendsten  Festivals für Klassische Musik zu Ehren Franz Xaver Mozarts im Osteuropäischen Raum.
Auf dem Programm standen die Violinkonzerte A-Dur KV 219 von Mozart und e-Moll op. 64 von Felix Mendelssohn-Bartholdy – es spielte das „INSO-Lviv“-Symphonieorchester unter Leitung der Festivalgründerin und Intendantin Oksana Lyniv.

 

Impuls für das noch junge Lemberger Festival ist Franz Xaver Wolfgang Mozart, der am 26. Juli 1791 in Wien geboren wurde, nur wenige Monate vor dem Tod seines Vaters Wolfgang Amadé Mozart. Schon als Kind erhielt Franz Xaver Wolfgang Mozart in Prag und Wien eine intensive musikalische Ausbildung. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem Antonio Salieri, Sigismund Neukomm und Johann Nepomuk Hummel. Mit 17 Jahren übernahm er in Galizien eine Stelle als privater Klavierlehrer und lebte – mit Unterbrechung einer Konzertreise, die von 1818 bis 1821 dauerte – von 1808 bis 1838 in Lemberg.