Konzert

CHORAGE® #1
Spiritus Dei – Jenseits des Himmels

Termine
26. März 2024
19:30
Stiftung Mozarteum, Großer Saal
Tickets

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tickets@mozarteum.at

Mark Simpson

Künstler

  • Bachchor Salzburg
  • Mozarteumorchester Salzburg
  • Benjamin Hartmann (Dirigent)

Programm

Mark Simpson (*1988)
    Phôs (Text: Rainer Maria Rilke)
    Uraufführung (Kompositionsauftrag des Bachchores)

Anton Bruckner (1824–1896)
    Virga Jesse floruit WAB 52 (1885)
    Aequale 1 c-Moll WAB 114 (1847)
    Locus iste WAB 23 (1869)
    Afferentur regi WAB 1 (1861)
    Aequale 2 c-moll WAB 149 (1847)

Cheryl Frances-Hoad (*1980)
    Beyond the Night Sky (Text: Steven Schnurr/Stephen Hawking)

Anton Bruckner
    Christus factus est, d-Moll WAB 11 (1884)
    Messe Nr. 2 e-Moll für achtstimmigen Chor und Blasorchester WAB 27 (1866)

Marcus Hufnagl
    Bruckner-Portraits (Bilderzyklus)

Zwei Mal hat sich der damalige Linzer Domorganist Anton Bruckner vergeblich für die Leitung des Dommusikvereins und Mozarteums in Salzburg beworben, bevor er 1868 nach der zweiten Absage nach Wien ging, wo er die Professur für Musiktheorie und Orgelspiel an der Musikakademie erhielt. Ein Großteil seines phänomenalen kirchenmusikalischen Schaffens existierte damals bereits: Motetten, in denen Bruckner harmonisch und kontrapunktisch unendliche Räume schuf, und Messen, mit denen er die liturgische Musik in ungeahnte Sphären führte.

Eben diesen überragenden Kirchenmusiker feiern im Bruckner-Jahr 2024 (200. Geburtstag) der Bachchor und das Mozarteumorchester unter der Leitung von Benjamin Hartmann. Ihr Konzert wird in der Messe e-Moll für achtstimmigen Chor und 15 Blasorchester kulminieren, die der tiefgläubige Katholik Bruckner 1866 für eine feierliche Freiluftaufführung zum Bau der Votivkapelle des neuen Linzer Doms komponierte. Die Kombination des in dichtester Polyphonie eingesetzten Chores und des oft wie ein zweiter Chor gegenübergestellten Blasorchesters ergab ein singuläres Werk, in dem Bruckner alle Kirchenmusik von der Gregorianik über Palestrina bis in seine Epoche erfasste. Davor singt der Bachchor vier von Bruckners Motetten, gipfelnd in „Christus factus est“, wo es ein Zitat aus dem „Kyrie“ der e-Moll-Messe gibt.

Von Bruckner schlägt der Bachchor a cappella einen Bogen in die Gegenwart und wird „Beyond the Night Sky“ der britischen Komponistin Cheryl Frances-Hoad singen: Sie schuf damit 2017 anlässlich des 75. Geburtstags von Stephen Hawking ein sphärisches Chorwerk nach Texten u. a. des visionären Astrophysikers, dessen Interesse es war, das „Jenseits des Himmels“ deuten und verstehen zu können.

Zur Einstimmung auf dieses Konzert wird es die Uraufführung des im Auftrag des Bachchores komponierten Werkes „Phôs“ von Mark Simpson. Der Engländer vertont einen Text aus Rilkes „Stundenbuch“, der den Menschen genau zwischen Diesseits und Jenseits verortet.

Optisch ergänzt wird das Konzertereignis mit einer im Parterre-Foyer präsentierten Ausstellung eines Bilderzyklus‘ von dem St. Pöltener Künstler Marcus Hufnagl aus 200 eindrucksvollen Einzelporträts Bruckners.