Portrait Mozart im Galakleid

Wolfgang Amadé Mozart

1756–1766: Wunderkindjahre

Am 27. Januar 1756 kam Wolfgang Amadé Mozart als siebtes und letztes Kind des Salzburger Hofmusikers Leopold Mozart (1719–1787) und seiner Ehefrau Anna Maria, geb. Pertl (1720–1778), zur Welt (Taufname: Johannes Chrysostomus Wolfgang Theophilus). Außer ihm überlebte nur die 5 Jahre ältere Schwester Maria Anna, genannt Nannerl (1751–1829). Seine außergewöhnliche Begabung konnte Wolfgangs bereits im Alter von 5 bis 6 Jahren an den Höfen in Salzburg, München und Wien unter Beweis stellen. Die Erfolge ermutigten Leopold zu einer ausgedehnten Konzertreise, bei der beide Kinder musikalisch auftraten, Wolfgang zunehmend auch als Komponist. Sie führte zwischen Juni 1763 und Dezember 1766 u. a. nach Paris, London, Den Haag und durch den Süden und Westen Deutschland sowie durch die Schweiz.

Stammbaum der Familie Mozart

Leopold Mozart und Anna Maria hatten sieben Kinder, von denen fünf das Säuglingsalter nicht überlebten.

Maria Anna („Nannerl“) lebte von 1751 bis 1829. Aus ihrer Ehe mit Johann Baptist Franz von Berchthold zu Sonnenburg gingen zwei Kinder hervor.

Wolfgang Amadé Mozart wurde am 27. Jänner 1756 geboren. Aus seiner Ehe mit Constanze Weber (1762 bis 1842) gingen zwei Söhne hervor. Wolfgang Amadé Mozart starb im Alter von 35 Jahren am 5. Dezember 1791.

Die Familie Mozart

Wolfgang Amadé Mozart stammte aus einer hoch musikalischen Familie. Er und seine Schwester wurden vom Vater, der selbst Komponist war, schon früh musikalisch unterrichtet. Insgesamt galt seine Familie als wohlhabend.

In der Stiftung Mozarteum befindet sich ein beachtlicher Teil des Briefwechsels von Wolfgang Amadeus Mozart und seiner Familie, der Aufschluss gibt über die Beziehungen der Familienmitglieder und das Schaffen Mozarts.

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Mozarts Leben ist, wenn es auch kurz war, sehr reich an spannenden Geschichten und amüsanten Anekdoten. Einige von ihnen haben wir aufgegriffen und als kurze Videos in Szene gesetzt.

Vorschaubild Video Mozart-Requiem
Vorschaubild Video Mozart auf Reisen
Vorschaubild Video Mozart und die Frauen
Vorschaubild Video Arschtritt
Bühnenmodell zu Entführung aus dem Serail
Die großen Mozart-Opern

22 Bühnenwerke hat Mozart geschrieben. Zu seinen berühmtesten gehören zweifellos die Opern des „Da-Ponte-Zyklus“ (Le Nozze di Figaro, Così fan tutte und Don Giovanni) sowie Die Zauberflöte, die erst kurz vor seinem Tod uraufgeführt wurde.

Constanze und Wolfgang Amadé Mozart
Die Heirat von Wolfgang und Constanze

Mozart und Constanze Weber lernten sich 1777 in Mannheim, damals Pfalzgrafschaft bei Rhein (heute Bundesland Baden-Württemberg), kennen. Zunächst war Mozart in Constanzes Schwester Aloysia, die älteste Tochter der Musikerfamilie Weber aus Zell im Wiesental im Schwarzwald, verliebt. 1781 traf Mozart die inzwischen nach Wien übersiedelte Familie Weber wieder. Seine verehrte Aloysia hatte inzwischen einen anderen Mann – den Hofschauspieler und Maler Joseph Lange – kennengelernt und geheiratet. In Wien wohnte Mozart eine Zeit lang bei der Familie Weber und so kam es, dass sich Mozart und Constanze besser kennenlernten und näherkamen. Ein Jahr darauf wurde im Wiener Stephansdom geheiratet. Es folgte eine glückliche Ehe und Partnerschaft, welche bis zum Tod von Wolfgang Amadé Mozart hielt. Die Beziehung zwischen Wolfgang und seiner Constanze war von Liebe und gegenseitigem Respekt geprägt. Aus vielen Briefen an seine Frau geht hervor, wie sehr Mozart seine Constanze liebte.

Constanze Mozart bekannte 1799 selbst offenherzig gegenüber dem Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel, es seien die vielen Briefe Mozarts an sein „Liebstes, bestes Weibchen aus den letzten gemeinsamen Jahren, „die seine übergroße Zärtlichkeit für mich“, ausdrücken. Und 30 Jahre später, nunmehr als zweifache Witwe äußerte sie gegenüber dem Rostocker Musiklehrer und Mozart-Verehrer Friedrich Schwaan:

„Ich hatte zwey große ausgezeichnete Mäner, von denen ich gelibt und geschätzt, ja ich muß sagen, angebethet wurde; auch sie wurden beyde gleich, aufs zärtlichste von mir geliebt, und ich war daher zweymahlen vollkommen glücklich.“ (Brief vom 5. Dezember 1829)

Mozarts Tod

Viele Legenden und Mythen kursieren rund um Mozarts Tod am 5. Dezember 1791, denn nur wenige Fakten sind durch Dokumente sicher belegt. Über die genaue Todesursache rätseln Forscher weiterhin, einig ist man sich allerdings hierin: Gift war es nicht!

Das Totenbeschauprotokoll des Hausarztes Dr. Closset bescheinigte, dass Wolfgang Amadé Mozart am 5. Dezember 1791 an „hitzigem Frieselfieber“ verstarb. Die Angabe der Todesursache beschreibt keine eindeutige Krankheit, sondern folgt dem behördlichen Erlass, eine kurze Anmerkung der Todesart in deutscher Sprache anzugeben. Die ursächliche Todeskrankheit versuchen Mediziner seit mehr als 200 Jahren aus den oft erst viel später aufgezeichneten Beschreibungen von Zeitgenossen der Symptome und des Verlaufes der letzten Krankheit Mozarts zu bestimmen – mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Ebenfalls späteren Berichten zufolge soll Mozarts Sarg am 6. Dezember 1791 gegen 15 Uhr am Nachmittag vor der sogenannten Kruzifix-Kapelle an der Nordseite des Stephansdoms eingesegnet worden sein. Von dort wurde er am selben Abend zum St. Marxer Friedhof gebracht, ein knapp 4 km entfernter damaliger Vorort Wiens. Gemäß einer Verordnung war es den Trauernden untersagt, den Leichenwagen über die Stadtgrenze hinaus zu begleiten.

Mozart erhielt wie viele seiner Zeitgenossen seines Standes ein Begräbnis dritter Klasse, was im Totenbuch („Bahrleihbuch“) der Dompfarre St. Stephan unter dem 6. Dezember 1791 vermerkt ist. Die Kosten dafür waren durch eine sogenannte „Stolordnung“ genau festgelegt. Die Beerdigung erfolgte in einem sogenannten „Schachtgrab“, in der Regel ein Grab mit vier bis fünf weiteren Toten, ohne Grabkreuz. Es handelte sich dabei jedoch nicht um ein „Armenbegräbnis“.

Der St. Marxer Friedhof wurde 1874 geschlossen und ist heute eine Parkanlage. Das 1859 für Mozart errichtete Grabmal befindet sich seit 1891 als Teil des Mozart-Monuments auf dem Zentralfriedhof in der Gruppe der Ehrengräber. Das St. Marxer Mozart-Grab, zu dem heutige Besucher pilgern, gestaltete ein Friedhofswärter danach aus nicht mehr benötigten Teilen anderer Gräber, um an der verwaisten Stelle wieder an Mozart zu erinnern. Es befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen Schachtgräber.

Gemälde von Mozarts letzten Tagen