Mozart – Das unbezähmbare Genie

 

Skulptureninstallation von Ottmar Hörl im Mirabellgarten: 400 goldene Mozarts feiern im Sommer den 270. Geburtstag des Genies

In Kooperation mit der Internationalen Stiftung Mozarteum realisiert der renommierte deutsche Konzeptkünstler Ottmar Hörl eines seiner bekannten Figurenprojekte in Salzburg

Mitte Juli bis Ende August 2026


400 Mozarts halten im Sommer Einzug in den Mirabellgarten in Salzburg: Mit der Skulptureninstallation Mozart – Das unbezähmbare Genie des renommierten deutschen Konzeptkünstlers Ottmar Hörl feiert die Internationale Stiftung Mozarteum den 270. Geburtstag von Wolfgang Amadé Mozart gemeinsam mit den Salzburger:innen und Besucher:innen aus aller Welt. Rund 400 goldfarbene, ca. 50 cm große Mozart-Figuren aus witterungsbeständigem Kunststoff werden im Bereich Bastion/Museumspavillon die zwei schmalen Rasenflächen bevölkern, eine kleine Abordnung wird sich im Mozart-Wohnhaus, im Zauberflöten-Häuschen und im Garten des Mozarteums tummeln. Die Gesamtinstallation, die von Mitte Juli bis Ende August zu sehen sein wird, macht Kunst für alle erlebbar – ein Prinzip, für das der Künstler mit seinen seriellen Plastiken weltweit bekannt ist.

„Was wir im Vorjahr mit einer Ausstellung von Jonathan Meese im Mozart-Wohnhaus gestartet haben, setzen wir als Reihe mit dieser Skulptureninstallation von Ottmar Hörl fort: Mozart mit zeitgenössischem Kunstschaffen zu verbinden, denn sein Werk und seine Persönlichkeit sind weiterhin eine Quelle der Inspiration und ein Impulsgeber für nachfolgende Künstlergenerationen“, erläutert Linus Klumpner, Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum, und fügt hinzu: „Eine Besonderheit des aktuellen Projekts ist, dass es nicht nur in den Museen stattfindet, sondern dank der Unterstützung der Stadt Salzburg auch den öffentlichen Raum bespielen wird. Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, Gäste aus aller Welt auch außerhalb der Museumsräume für Mozart zu begeistern und einen Zugang zu seinem Werk auf einer gänzlich neuen Ebene zu ermöglichen.“

Ottmar Hörl zählt zu den führenden europäischen Konzeptkünstlern. Sein Anliegen ist es, Menschen aller Generationen die Teilhabe an Kunst und Kultur zu gewähren. Bis heute schafft Hörl in Kooperation mit verschiedenen europäischen Städten identifikationsfördernde, öffentlichkeitswirksame Installationen, darunter zahlreiche, die die herausragenden Leistungen bedeutender Persönlichkeiten würdigen, wie u. a. Richard Wagner in Bayreuth, Beethoven in Bonn, Einstein in Ulm, Goethe in Frankfurt am Main, Rimbaud in Charleville-Mézières, Brecht in Augsburg oder Dürer in Nürnberg, Wien und Daegu/Südkorea. Ein pinkfarbener Dürer-Hase auf dem Dach der Albertina in Wien sorgte 2014 für Aufsehen.

Mozart – Das unbezähmbare Genie: Skulptureninstallation von Ottmar Hörl

Die Idee, ein Kunstprojekt zu Wolfgang Amadé Mozart zu realisieren, beschäftigt Ottmar Hörl seit längerer Zeit. „Salzburg als Mozarts Geburtsstadt ist der ideale Ort, um das Jubiläum – den 270. Geburtstag des Genies – mit einer temporären Kunstinstallation zu würdigen“, so der Künstler. Die enge Verbindung zwischen Mozart und Salzburg bildet die Grundlage für die Standortwahl und verleiht dem Projekt seine besondere kontextuelle Tiefe. „Der konzeptionelle Ansatz stellt nicht nur Mozarts musikalisches Schaffen in den Mittelpunkt, sondern rückt auch dessen menschliche Seite stärker ins Blickfeld. Musik fungiert dabei als verbindendes Element und besitzt eine heilende Wirkung“, erklärt Ottmar Hörl, „aber nicht nur Musik spielte bei der Familie Mozart eine große Rolle, sondern auch der geliebte Vierbeiner namens Pimperl. Im Briefwechsel der Familie Mozart, wird der vierbeinige Freund dutzende Male erwähnt.“ Mozarts Verbundenheit zu Tieren wird hier deutlich, und so stellt die serielle Figur Wolfgang Amadé Mozart gemeinsam mit einer Hündin dar. Die monochrom goldfarbene Skulptur zeigt Mozart würdevoll, die rechte Hand ist locker und galant ausgestreckt, die linke Hand liebevoll und behutsam auf den Kopf der Hündin gelegt, die sich eng an ihn schmiegt. „Es geht bei dem Konzept nicht um ein klassisches Denkmal, vielmehr um eine Arbeit, die Impulse setzt, die als ein Kommunikationsmodell funktioniert, zum Diskurs einlädt, Menschen miteinander ins Gespräch bringt und Menschen und Orte verbindet. Über das serielle System entwickelt sich der Gedanke, dass jeder an dieser künstlerischen Idee teilnehmen kann. Das entspricht der Grundidee des demokratischen Gleichheitsprinzips, die Bildungsinstitutionen wie Museen zugrunde liegt“, resümiert Hörl.

 

Da die Verrückung vom öffentlichen in den privaten Raum Teil des künstlerischen Konzepts ist, haben Mozart-Fans die Möglichkeit am Ende der Ausstellung ein Exemplar aus der Originalinstallation käuflich zu erwerben.